Auf dem Weg nach Saumlaki

Nach meinem Abschied aus Neuguinea habe ich einen Tag Organisationsstop in Ambon gemacht. Diese kleine, aber dicht besiedelte Insel direkt südlich von Seram ist der Verkehrsknotenpunkt der südlichen Molukken und wird mich in den nächsten Wochen noch öfter zu sehen bekommen.

Ich bin im noblen City Hotel abgestiegen, was sich als gute Entscheidung heraus stellte. Die Zimmer sind supersauber und leise (selten, aber extrem nett in Indonesien) und das Riesenfrühstück auf der tollen Dachterasse unglaublich.

Oben der Blick am Abend über die Stadt. Alle Angestellten sprechen englisch und überschlagen sich fast, einem zu helfen.

Da kann man schon mal 30 € pro Nacht investieren. Ausserdem kann ich hier gut meine Campingsachen und sonstiges Übergepäck deponieren, weil man bei Wings Air jetzt alles Gepäck extra bezahlen muss.

Morgen war ich mit einem vom Hotel bestellten „Ojek on demand“ übers Internet gebuchtin den Bergen oberhalb der Stadt. Der Mopedtaxifahrer hatte das Ziel im Handy und der Preis war fest, also kein Feilschen nötig. Ambon hat tatsächlich eine endemische Art, einen Brillenvogel (Ambon White-eye, der natürlich das Ziel der Exkursion war. Im 1. besseren Waldstück reagierten auch gleich zwei Exemplare auf das Band, die ich hervorragend gesehen und schlecht fotografiert habe. Ich dachte noch, das ist ja einfach. Waren allerdings die beiden einzigen Brillenvögel des Vormittags, also eher Glück. Ansonsten war in dem wirkulich gut aussehenden Wald nicht viel los, aber alle möglichen sonstigen Lifer hier sind in den Wäldern Serams wesentlich einfacher zu sehen.

Nachmittags habe ich mir dann ein Fährticket für den 9. Februar von Tanimbar nach Tual auf den Kei-Inseln besorgt, weil es da momentan keine direktflüge gibt. Die Fähre braucht zwar 19 h, kostet aber nur 10 €. Falls also doch noch ein Flug existiert, kann ich die Fähre auch verfallen lassen.

Jetzt sitze ich im Flughafen und warte auf meinen Flug nach Saumlaki auf Tanimbar. Da werde ich von meinem Gastgeber mit dem Moped abgeholt und wohne in einer Homestay für Birder direkt in dem Wald, in dem alle 30 (!!!) für mich möglichen neuen Vogelarten der Inselgruppe vorkommen und auch gesehen werden. Ein einzelner Platz mit 30 machbaren Lifern ist für mich auf der Welt nicht mehr oft zu finden. Bin schon entsprechend aufgeregt.

Leider regnet es die nächsten Tage laut Internet, aber hoffentlich nicht dauernd.

Internet gibtes da wohl nicht dauernd, aber ich bemühe mich trotzdem um ein Update.

Ein Kommentar zu „Auf dem Weg nach Saumlaki

  1. Heute morgen auf meiner Runde um den fast zugefrorenen Berger See habe ich auch einige bunte Vögel bei Sonnenschein sehen können. Doch das ist nicht gegen deine Bilder von den farbenfrohen Paradies- und Eisvögeln. Weiterhin eine schöne Reise mit noch vielen Lifern.

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