Black Stilts im McKenzie Basin

Nachdem es morgens in Arthur’s Pass immer noch schüttete, bin ich nach einem guten Frühstück in Richtung Süden aufgebrochen. Hier lebt im Zentrum der Südinsel in einem von Gebirgen umschlossenen Becken oder Hochtal mit tollen Schmelzwasserseen die kleine Restpopulation des Schwarzen Stelzenläufers hauptsächlich an den weiten Schotterbänken der sogenannten „braided rivers“ (=geflochtene Flüsse). So sehen die aus der Luft auch sicher aus, wie sie sich durch die Schotterebenen schlängeln. Da bekommt man eine Vorstellung davon, wie es bei uns im Voralpenland vor dem Begradigungswahnsinn ausgesehen haben muss.

Der Black Stilt teilt sich diesen Lebensraum mit zwei weiteren Limis, die nur hier brüten, dem hübschen Doppelband-Regenpfeifer und dem merkwürdigen Schiefschnabel, dener er aber an Seltenheit noch Einiges vorraus hat. Die Weltpopulation im Freiland liegt bei unter 100 Exemplaren.

Als ich nach knapp 4 h Fahrt am östlichsten der großen Seen, dem Lake Tekapo,

angekommen bin, war ich doch sehr verblüfft, als die ersten beiden Vögel in einem kleinen Tümpel 2 adulte Schwarze Stelzenläufer waren. Nach den Dips der letzten Tage mal nett, das etwas auf Anhieb klappt.

Auch der Doppelband-Regenpfeiffer war hier häufig und wenig scheu. Den kannte ich schon aus seinen Winterquartieren in Australien, hier ist er aber wesentlich fotogener.

Und schließlich gab es am Ufer auch noch eine große Kolonie der Maorimöwe, die ebenfalls hauptsächlich an diesen Seen brütet.

Die war der zweite Lifer des Tages und damit bin ich dann langsam nach Twizel südlich des Lake Pukaki weiter gefahren, wo ich für die nächsten 2 Nächte eine kleine Hütte auf einem Campingplatz vorbestellt hatte.

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