Ulva Island

Heute morgen sind wir mit dem 1. Wassertaxi um 9 Uhr nach Ulva Island übergesetzt und haben auf der kurzen Fahrt schon die ersten Zwergpinguine gesehen. Ulva Island ist eins der ältesten Schutzgebiete in Neuseeland und nie stärker genutzt oder abgeholzt worden. Wiesel, Frettchen und Opossums gab es hier sowieso nie, und die Ratten haben 1997 wieder restlos ausgerottet. Seitdem haben sich nicht nur die einheimischen, endemische Vögel wieder gut erholt, nachdem nicht immer alle Eier und Jungvögel von den Ratten gefressen werden, sondern die Insel wird auch als Refugium für auf dem Festland gefährdete Arten benutzt, die hier ursprünglich nicht vorkamen.

Die 260 ha große Insel ist praktisch vollständig Nationalpark und es gibt einige gute Wege,

von denen aus man den tollen Wald besichtigen und die Vögel suchen kann.

Die ersten Lifer sind dann auch schnell gefallen, leider war das Licht bei starker Bewölkung und Nieselregen für meine Kamera meist doch zu ungünstig oder die Vögel zu hektisch für befriedigende Bilder. Recht spannend ist, dass sowohl der Kaka, der große endemische Papagei,

als auch die beiden endemischen Sittiche wie dieser Yellow-fronted Parakeet

hier häufig auf dem Waldboden nach Nahrung suchen und erst direkt vor einem auffliegen.

Zwischendurch kommt man aus dem Wald mehrfach an kleinen Stränden raus, auf denen tagsüber die flugunfähigen Weka-Rallen und nachts die Kiwis nach Flohkrebsen im Tang suchen. Wenn die Wekas nicht versuchen, bei den Besuchern Futter zu schnorren. Eine hat sogar mit kräftigen Schnabelhieben versucht, durch meinen Wanderschuh an meine Zehen heranzukommen.

Die waren dann auch wieder die verschiedenen Kormorane und die an den Küsten weit verbreiteten White-fronted Terns zu sehen. Hier auf einer interessant gestalteten Sitzwarte.

Mit der Nachmittagsfähre sind wir dann wieder zurück nach Golden Bay auf Stewart Island gefahren, um uns noch etwas vor unserer nächtlichen Kiwitour zu stärken.

3 Kommentare zu „Ulva Island

  1. Haihoo, ganz schön viele Papageien – und Deine Beschreibung liest sich toll, gut, dass es so geschützte Regionen gibt! Jetzt fehlen nur noch die Pinguin-Photos 😀. Euch weiterhin gutes Birden🦜. Liebe Grüße auch von Mathias.
    Barbara H.

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