Pureora Forest

So, unser Wetterglück hält. Als wir am 8. unser neues Auto an der Fähre in Wellington im Süden der Nordinsel abgeholt haben, goß es wie aus Eimern. Während der Fahrt nach Turangi ca. 300 km nördlich hat es nur einmal kurz zu regnen aufgehört. Da waren wir grade an einer Stelle für den Black-fronted Dotterel, der Jochen noch fehlte. Wir haben ihn leider nicht gefunden, sind aber bei wieder beginnendem Regen auf dem Rückweg ordentlich nass geworden. Dann schüttete es den ganzen Rest der Fahrt so, dass die Scheibenwischer es fast nicht schafften. Dafür war das Wetter am nächsten Morgen wieder prima, und wir konnten am Ufer des großen Lake Taupo schön den Fernbird suchen und finden, und die australische Rohrdommel haben wir zumindest gehört. Am besten Platz für die Blue Duck, die wir ja schon auf der Südinsel gesehen hatten, haben wir dann mit geringer Mühe einen Einzelvogel und ein Paar mit einem kleinen Jungvogel gefunden, obwohl es an dem Fluß von Fliegenfischern wimmelte.Dann sind wir in ein winziges Kaff mitten im Nichts am Nordrand der Reste des früher großen Pureora-Waldes gefahren. Hier hatten wir für eine Nacht ein Zimmer in einer etwas heruntergekommen Herberge reserviert. Der Wald ist zwar am Nordrand ziemlich fragmentiert durch Kieferplantagen und Weiden. Aber die Reste der ursprünglichen Urwälder aus bis zu 50 m hohen Rimu-Bäumen und vielen anderen Arten mit einem dichten Unterholz aus Baumfarnen sind wirklich eindrucksvoll.Unsere beiden Zielarten hier waren die beiden Kuckucksarten, die wir aber beide nur gehört haben. Dafür schöne Ausblicke in die Mittelschicht des Waldes von einem 12 m hohen Holzturm und eine kurze, aber sehr schöne Beobachtung eines Maorifalken beim Starejagen.Am Morgen sind wir gleich nach Sonnenaufgang wieder im Wald gewesen, und haben es diesmal besser angestellt mit den Kuckucken. Nachdem wir wieder einen Long-tailed Cuckoo gehört haben sind wir ihm sofort in den hier relativ lichten Urwald hinterhergelaufen und haben die Klangattrappe erst angemacht, als wir fast direkt unter ihm waren. Das war ihm dann doch nicht recht und er hat sehr entrüstet gerufen und sich auch kurz aber sehr schön anschauen lassen. Das war die Art, die wir hier unbedingt sehen mussten, das hat also doch gut funktioniert. Der kleine Shining Bronze Cuckoo hat sich nicht mehr hören lassen, aber bei dem haben wir auch an anderen Stellen noch Chancen.Nachmittags sind wir dann nach Gulf Harbour gefahren, wo am nächsten Morgen unsere Fähre nach Tiritiri Matangi losfährt. Abends haben wir noch einen Großeinkauf für die nächsten 4 Tage gemacht, weil es auf der Insel keinen Laden gibt.

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