Nochmal Tawharanui

In unserer letzten Nacht auf Tiritiri Matangi hatten wir noch unsere beste Beobachtung des Little Spotted Kiwi, aber wieder zu kurz für vernünftige Fotos. Nach der Fähre zum Festland am nächsten Tag sind wir dann die kurze Strecke zur Tawharanui- Halbinsel nach Norden gefahren. Hier haben wir schnell in ein großes Zimmer in einem Backpackers in der Nähe von Matakana am Anfang der Halbinsel eingecheckt und waren dann im Ort Pizza essen.

In der durch einen prädatorensicheren Zaun abgesperrten Spitze der Halbinsel war ich ja ganz am Anfang meiner Tour schon Mal. Ich hatte da nachts den Nordstreifenkiwi zwar gehört, aber nicht gesehen. Da wir hier nur 2 Nächte Zeit hätten, haben wir uns entschlossen, gleich am 1. Abend eine der organisierten Kiwitouren von Vanessa Ward mitzumachen. Das ist eine Frau, die auf der Farm an der Spitze der Halbinsel aufgewachsen ist, und sich da bestens auskennt. Sie ist zwar keine Birderin, aber Kiwi finden kann sie tatsächlich. Wir haben in der Nacht in nur 3 Stunden drei sehr gute und lange Beobachtungen der Art gehabt, die wie der auf Stewart Island vom Rotlicht der Taschenlampen praktisch nichts mitbekommen hat. Wie dort waren aber auch hier die Bedingungen für Fotos nicht ideal, auch weil die Kiwis hier zusätzlich im dichten Unterholz herumgewuselt sind.

Wir waren schon um 23 Uhr zurück in unserem Zimmer im Backpackers und haben uns noch ein Bier auf die dritte Kiwiart gegönnt.

Am nächsten Morgen waren wir dann noch einmal im Park um den Maori-Regenpfeiffer an den Stränden für Jochen zu suchen. Das Paar, was ich vor 5 Wochen hier gesehen hatte, lief auch sehr fotogen mit 3 Jungvögeln am Strand herum. Ein weiteres Paar wurde Grade von ein paar netten Ornis, die wir schon auf Tiritiri getroffen hatten, gefangen und farbberingt. Außerdem haben wir den kleinen Bronzekuckuck, den wir schon im Pureora Forrest nur gehört hatten, wieder in ein paar großen Nadelbäumen rufen gehört. Leider hat nur Jochen ihn rausfliegen sehen, weil ich grade auf der falschen Seite des Baumes stand. Blöd, das ist der letzte für mich noch mögliche Lifer auf der Tour.

Nachdem wir nachmittags schön auf dem Grill unseres Gastgebers gegrillt und am Pool gegessen hatten, waren wir abends nochmal im Park. Diesmal alleine und das hat mit den Kiwis auch sehr gut funktioniert. Diesmal haben wir einen von ein paar Leuten vor uns gefundenen Kiwi länger beobachtet und danach noch zwei weitere selber gefunden, klappt also auch ohne Guide. Die Viecher sind allerdings lange nicht so laut, wie immer beschrieben wird, wir haben die meisten visuel mit den Rotlichtlampen und nicht durch ihr Geraschel und Geschnüffel gefunden.

Immerhin hatten wir jetzt wirklich ein paar sehr schöne Beobachtungen von dieser für Neuseeland typischsten Vogelgruppe.

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