Heute war ein Glückstag für die Säugetiere, alleine deswegen hat es sich schon gelohnt, 5 ganze Tage in Algonquin einzuplanen, auch wenn hier gar nicht so viele neue Vögeln zu holen sind. Ich war ab kurz vor Sonnenaufgang auf dem Mizzy Lake Trail unterwegs. Auch der ist gut für die Skiwanderer gespurt und meist gut zu laufen.

Leider habe ich weder das Tannenhuhn noch den hübschen Black-backed Woodpecker gefunden. Das sind die beiden Zielarten, die jetzt noch fehlen. Und ich habe zwar massig Elchspuren auf dem Trail und auf den zugefrorenen Seen gefunden, aber leider immer noch keinen Elch. Nach 2,5 h habe ich aufgegeben und bin zügiger zurückgelaufen. Das war ein Fehler, denn auf einem kleinen Hügel bin ich mit dem Fuß hängen geblieben und gefallen und habe mich mit dem Kopf voran in eine Schneewehe gebohrt. Glücklicherweise habe ich mir weder das Genick noch sonst was gebrochen, und es hat auch nur ca. 10 min gedauert, bis ich den Schnee wieder aus dem Kragen, den Ärmeln und den Fernglasokularen entfernt hatte.
Sehr viel vorsichtiger bin ich dann zum Auto zurück gelaufen. Danach brauchte ich erstmal einen heißen Kaffee im Besucherzentrum. Davor wollte ich nur einen schnellen Blick von der Aussichtsterrasse werfen. Ich würde immer noch gerne einen männlichen Hakengimpel sehen, nach dem Weibchen vom Sonntag.

Und genau in dem Moment lief ein Wolf über den zugefrorenen See ca. 1 km östlich der Terrasse. Was für für ein Glück, vormittags um 11:30 Uhr !! Durch das Spektiv war er toll zu sehen, für Fotos mit meiner Kamera leider etwas zu weit weg.
Ansonsten sieht man hier momentan regelmäßig nur drei Säugetiere. Am häufigsten und praktisch überall ist das kanadische rote Eichhörnchen, wesentlich kleiner als unsere, und wesentlich weniger rot.

Etwas seltener, aber verblüffenderweise auch bisher an jedem Tag zu sehen war der hübsche Fichtenmarder.



Die sind wirklich neugierig und kommen an mehreren Stellen immWald zu Fütterungen, die die Fotografen für Vögel wie die Blauhäher anlegen. Die Erdnüsse für die Häher schmecken auch den Mardern.

Überhaupt sind hier überall Futterstellen von den Fotografen und viele Vögel da sehr drauf konditioniert.


Zurück zu den Säugern, an meiner Lieblingsstelle im Park, der Straße zum Opeongo-See kommt man an einem verschneiten Bachtal mit mehreren Biberdämmen und -burgen vorbei. Hier halten mehrere Fischotter ein paar Löcher im Eis offen, und ich habe sie bisher jeden Tag hier gesehen und toll beobachtet.

Die fangen meist kleine Fische und Krebse und futtern die auf dem Eis. Einmal hatte einer aber auch eine dickere Forelle.


Heute habe ich sie zwar toll gesehen, hatte aber vorher das 2. kleine Missgeschick des Tages als ich beim Suchen nach einem klopfenden Specht abseits des Weges durch den Harsch eingebrochen und mit beiden Füßen in einem Wasserloch, das nicht gefroren war, gelandet bin.
Mit klatschnassen Füßen bei -2 Grad war das Otterbeobachten nicht so gemütlich, und ich bin schnell abgefahren und habe in der Unterkunft die Sauns angeheizt.
Und dann musste ja auch der Wolf mit einem Bierchen gebührend gefeiert werden !
Insgesamt trotz der beiden Pannen ein genialer Tag.






















































































